Wissenschaftliches Schreiben
Diese Seite behandelt die Literaturrecherche, das Zitieren und auch den sprachlichen Umgang.



1.Welche wissenschaftliche Arbeit möchte ich schreiben?


1.1 Empirische Arbeit

1.2 Literaturarbeit


MethodeEmpirischLiteratur
ZweckForschung wird unmittelbar am Untersuchungsgegenstand
betrieben, die dann im Rahmen der Arbeit dokumentiert wird.

Transfer
  • ... aus der Theorie
  • ... aus der Empirie
  • ... aus der Praxis
Thesen werden nur auf der Basis vorhandener Literatur entwickelt oder überprüft

Theorie +
  • Auswerten von vorherigen Studien
  • Arbeiten mit praktischen Beispielen/ Auswertung von Sekundärdaten



2.Fachinhalt


2.1 Literaturrecherche


2.2 Literaturbewertung

  • „peer-reviewed“: Artikel wurden vor der Veröffentlichung von Experten begutachtet
  • Impact-FaktorGibt an, wie oft Artikel einer Zeitschrift zitiert werden →  Ein hoher Impact-Faktor weist auf hohe Relevanz veröffentlichter Studienergebnisse für die Forschung und somit auf die Qualität der Literatur hin.


2.3 Quellenangabe

  • Es ist Pflicht eines jeden, Quellen anzugeben von Aussagen, die man nicht sein eigen nennen kann (siehe Plagiat)
  • Es müssen sowohl direkte als auch indirekte Zitate kenntlich gemacht werden
  • Allgemein Bekanntes muss nicht kenntlich gemacht werden z.B. Lebensdaten, Wortabstammungen,.


2.4 Richtiges Zitieren

  • Grundlage der folgenden Vorgaben ist der Standard der American Psychological Association (APA)
  • In Zweifelfällen kann die Internetseite (www.apastyle.org) herangezogen werden oder das APA- Style Tutorial


Wörtliche/ Direkte Zitate

    • Nachname des Autors, Erscheinungsdatum, Seitenzahl
    • Wie es bei mehr als zwei Autoren ist, kann hier nachgelesen werden


Verwendung:

      • z.B. in der Einleitung möglich
      • Definitionen
      • sollten nicht im Fließtext eingebunden werden


Stilistisch empfehlenswert
"Because of a long and arduous rehabilitation process, it is important to identify a variety of appealing, meaningful and motivating intervention tasks that may be adapted and graded to facilitate this process (Weiss et al. 2004)." (Burka, 2014, p.3)
„In unserer sinnentleerten Zeit sollte den Mitarbeitern in Büros und in Fabriken der Sinn für ihre Arbeit wiedergegeben werden" (Seghezzi, 1996, S. 15)

Stilistisch weniger empfehlenswert
Nach Banzer, Pfeifer und Vogt (2004),„lässt sich mit Hilfe von biomechanischen Messverfahren das Kraftniveau einzelner Muskeln oder Muskelgruppen ermitteln."
Seghezzi fordert: „In unserer sinnentleerten Zeit sollte den Mitarbeitern in Büros und in Fabriken der Sinn für ihre Arbeit wiedergegeben werden" (Seghezzi, 1996, S.15).



Sinngemäßes/ Indirekte Zitate

    • Informationen nicht in Anführungs- und Schlusszeichen setzen


Verwendung:

      • Inhaltliche Anlehnung
      • Zusammenfassende Aussagen


(Bei unterschiedlichen Literaturangaben kann hier nachgelesen werden.)

Beispiel aus einer Diskussion von Burka, 2014

Due to the positive findings of this study concerning safety, intensity and motivational aspects, as well as the previously explained advantages and benefits of a leg lunge,
we conclude that ExerBo should be considered as a serious option to support conventional recovery treatment. In the past years, Exergames have generated high attraction within Rehabilitation Treatment (Fung et al. 2012; Baltaci et al. 2013). The findings of Fung et al. (2012) and Baltaci et al. (2013), who both could not find any differences in outcomes of functional Performance between active gaming therapy and conventional therapy Support the findings in this study.

blau: Erkenntnis
grün: Beleg



3.Sprache


  • knappe und präzise Ausdruckweise
  • aktivische und positive Ausdruckweise
  • Einhaltung der deutschen Rechtschreib- und Grammatikregeln
  • Vermeiden von:
    • Umgangssprache, Poesie
    • vielen Fachausdrücken und Abkürzungen


4.Ein Plagiat


  • ... ist die unbefugte Verwertung oder Anmaßung der Autorenschaft, d.h., wenn man Ergebnisse, Meinungen, Zitate, verwendete Literatur, Abbildungen usw. nicht als fremdes geistiges Eigentum kennzeichnen - unerheblich, ob unab-sichtlich oder absichtlich.
  • Die einmalige Nennung einer Quelle genügt nicht, wenn sie in einer Arbeit mehrfach herangezogen wurde, ihr Bezug zu ihrem Text aber nicht mehr erkennbar ist. Es wäre damit ein stilistisches Plagiat!
    • z.B. ist "Copy and paste" von Internetinhalten, zu einem Text zusammengefügt, keine eigenständige geistige Leistung. Fehlt auch noch die exakte Quellenangabe, wäre dies ein bewusstes Plagiat!
  • Plagiate sind wissenschaftliches Fehlverhalten. Eine Abschlussarbeit kann für diesen Fall mit der Note "nicht ausreichend" (5,0) bewertet werden; sogar der Ausschluss vom Studienfach ist möglich.
  • Hüten Sie sich daher vor geistigem Diebstahl!


siehe Uni Freiburg, S.10




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