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Funktionsvereinigung, engl.: integration of functions


Bei der Funktionsvereinigung handelt es sich im klassischen Sinne um ein Gestaltungsprinzip aus dem Bereich der Produktentwicklung und dient durch Systemvereinfachung der Komplexitätsbeherrschung. Hierbei erfüllt ein Bauteil mindestens zwei oder mehr Funktionen.


Robotereinsatz in der Lagertechnik

Dieser Ansatz wird nun versucht auf die Anforderungen im Bereich der Intralogistik zu übertragen: Derzeit werden Grundfunktionen aus der physischen Logistik gerätetechnisch getrennt realisiert, obwohl technisch ähnliche Vorgänge ablaufen. Durch den Einsatz von Industrierobotern (s.a. Industrieroboter) eröffnen sich ganz neue Anwendungsbereiche in der Lagertechnik.



Abb. 1: Roboterzelle in der Versuchshalle des Lehrstuhls fml

Umsetzung

In einer eigens am Lehrstuhl fml erstellten Pilotanlage werden mit VDA-KLT-Behälter als Transportgut sowohl Ein- und Auslagervorgänge am angrenzenden Hochregallager als auch Depalettierungs-, Kommissionier- und Palettierungsaufgaben bewerkstelligt. Der Forderung nach einem möglichst großen Arbeitsraum bei gleichzeitig hohen Traglasten wird durch den Einsatz eines 6-Achsen-Knickarmroboters begegnet, der zur Ausnutzung des gesamten Arbeitsraumes erhöht auf einem Sockel montiert und zentral vor das angrenzende Hochregallager angeordnet ist. Die Palettenzu- und -abfuhr von Warenein- und -ausgang erfolgt über seitlich angebrachte Rollenbahnen.



Abb. 2: VDA-KLT-Greifer sowie Palettenadapter für das Leerpalettenhandling


Das variabel einsetzbare Lastaufnahmemittel mit einer Traglast von 30 kg erlaubt es, die VDA-KLT-Behälter einfach- und doppeltief in das Kleinteilelager ein- und auszulagern und neben der Verbundstapelung durch einen geeigneten Adapter (Palettengreifer) auch das Leerpalettenhandling durchzuführen. Durch den Einsatz von Vakuumkomponenten, welche das Ladegut während des gesamten Handhabungsvorganges fixieren, kann ein sicherer Transport und Lastwechsel gewährleistet werden. Die Positionserfassung der einzelnen Behälter erfolgt dabei vollautomatisch mittels der am Greifer angebrachten Sensorik.

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