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Lagersystem, engl.: warehouse system


Als Lagersystem wird die Gesamtheit der technischen Einrichtungen bezeichnet, welche zum Lagern von Gütern und Materialien dienen und sich aus verschiedenen Lagersubsystemen zusammensetzt.

Neben der wirtschaftlichen Gestaltung spielen bei der Planung von Lagersystemen zwei Aspekte eine entscheidende Rolle: der Lagerraum (siehe hierzu: Flächennutzungsgrad, Raumnutzungsgrad) und der Durchsatz.


Lagersubsysteme

Die verschiedenen Komponenten und Materialflusseinrichtungen, die zum Aufbau eines Lagers verwendet werden, gehören zu Lagersubsystemen: die Lagereinheit, die Lagereinrichtung in Verbindung mit den entsprechenden Lagerbediengeräten, die meist in das Lagersystem integrierte Kommissionierung, die Materialflusssteuerung, die Informationsflusssteuerung und das Lagergebäude (vgl. Abb. 1).


Abb. 1: Lagersubsysteme (Lehrstuhl fml)

Bei der Planung von Lagersystemen innerhalb des Materialflusses besteht die Aufgabe darin, durch eine Auswahl der verschiedenen Komponenten der Subsysteme eine für den jeweiligen Anwendungsfall optimale Kombination zu generieren. Der spezifische Anwendungsfall wird durch Kriterien wie z. B. die Eigenschaften, Abmessungen, Gewicht und Anzahl der zu lagernden Güter oder Durchsatzanforderungen definiert. Des Weiteren kommen der reinen Technik übergeordnete Einflussfaktoren wie Verfügbarkeit oder Flexibilität hinzu, die direkten Einfluss auf immer bedeutender werdende Logistikziele wie Lieferfähigkeit oder Termintreue haben.

Auswahlkriterien:

  • Eigenschaften der Güter
  • Anzahl der zu lagernden Güter
  • Menge pro Artikel
  • Gewicht und Abmessung
  • Zahl der täglichen Ein- und Auslagerungen
  • Erweiterungsfähigkeit
  • Investitionsaufwand
  • Automatisierungsgrad
  • Flexibilität der Artikelmengenänderung
  • Wartungsaufwand
  • u.v.a.
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