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Vendor Managed Inventory (VMI), auf deutsch Hersteller- oder Lieferantengesteuertes Bestandsmanagement, ist ein logistisches Mittel zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit in der Lieferkette. Der Lieferant hat dabei online Zugriff auf alle wesentlichen Lagerbestands- und Nachfragedaten seines Kunden und kann somit eigenverantwortlich den gesamten Bestellprozess vollautomatisch anstoßen und durchführen. Der Lieferant hat die Verantwortung für die Bestände seiner Produkte beim Händler und entscheidet damit über Zeitpunkt und Bestellmenge, die er an den Kunden liefert (Push-Prinzip).


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Funktionsweise
  • 2 Vorteile
  • 3 Nachteile
  • 4 Quelle


Funktionsweise

Untenstehend verdeutlicht die Funktionsweise von VMI anhand eines Beispiels aus dem Handel. Hier wird der Warenbestand in einem Supermarktregal wird durch VMI gesteuert.


  1. Kunde sendet Daten wie Lagerbestand, Verbrauchsmengen, etc. an den Lieferanten.
  2. Lieferant erstellt eigene Prognose und generiert bei Bedarf eine "Bestellung".
  3. Im Vorfeld der Auslieferung wird der Kunde per Versandavise informiert.
  4. Der Warentransfer wird durchgeführt.
  5. Die Waren werden direkt im Supermarktregal eingelagert.
  6. Kunde bezahlt seinen Einkauf an der Kasse, die entnommene Ware wird dabei registriert. Der dadurch veränderte Lagerbestand wird wieder an den Hersteller übermittelt.



Vorteile

  • Hohe Zeitersparnis und schnellere Lieferfähigkeit
  • Reduzierung der Lagerbestände
  • Abbau einer Dispositionsstufe für den Händler in der Supply Chain
  • Freiheit des Lieferanten beim Disponieren der Lieferungen



Nachteile

  • Hohe Investitionskosten
  • Mögliche technische Probleme bei Einführung eines VMI-Systems
  • Hohes Maß an Vertrauen erforderlich, da der Lieferant Einblick in die "innere Struktur" des Unternehmens erhält.



Quelle

[1] Günthner, W.: Vorlesungsskript Materialfluss und Logistik, Lehrstuhl fml, 2008.

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