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Auch hier gilt: Bevor sie mit dem schreiben beginnen, besprechen Sie mit Ihrem Betreuer eine Gliederung und die wesentlichen Inhalte die sie verschriftlichen wollen. Als Faustregel für das auswählen von Kapiteln und Inhalten gilt stets: Ist die Information relevant für die Arbeit?

4.1 Schreibstil und Grammatik

Eine Abschlussarbeit am Lehrstuhl für Datenverarbeitung kann wahlweise in Englisch oder Deutsch verfasst werden. In beiden Fällen ist auf eine korrekte und gute sprachliche Ausdrucksweise zu achten. Umgangssprache und schlechter Stil sind zu vermeiden. Vor der Abgabe der schriftlichen Ausarbeitung an den Betreuer des Lehrstuhls muss die Arbeit von zwei weiteren Personen Korrektur gelesen worden sein. Dabei kann es hilfreich sein, einen fachfremden und einen fachlichen “Korrekturleser” zu bemühen. Die Ausarbeitung ist im Berichtsstil (Gegenwart) zu verfassen. Es ist auf eine neutrale und unpersönliche Formulierung (kein “ich”, “man” und “wir”) zu achten. Auf nicht notwendige Füllwörter wie “schon”, “wie erwartet”, usw. ist zu verzichten. Klare, sachliche Sätze mit einer angenehmen Länge erleichtern das spätere Lesen. Zu lange und geschachtelte Sätze sollten vereinfacht werden.

4.2 Gliederung der Arbeit

Die Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit erfolgt entsprechend den allgemein gültigen Richtlinien für derartige Arbeiten. Für eine ausführliche Beschreibung zum Vorgehen der Erstellung einer Gliederung für eine wissenschaftliche Ausarbeitung sei auf entsprechende Literatur verwiesen. Im Folgenden soll daher nur kurz auf ein paar wesentliche Bestandteile und deren Besonderheiten eingegangen werden; es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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CC-BY

Namensnennung

CC-BY-SA

Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen

CC-BY-ND

Namensnennung und keine Bearbeitung

CC-BY-NC

Namensnennung und nicht-kommerzielle Nutzung

CC-BY-NC-SA

Namensnennung, nicht-kommerzielle Nutzung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen

CC-BY-NC-ND

Namensnennung, nicht-kommerzielle Nutzung und keine Bearbeitung



Zusammenfassung (engl. Abstract)

Die Zusammenfassung steht zu Beginn jeder Arbeit und dient den Lesern als erste Information, ob die vorliegende Arbeit die thematischen Erwartungen erfüllt. In der Zusammenfassung muss daher eine kurze und prägnante Darstellung der Problemstellung, der Methode(n) und der Ergebnisse erfolgen. In den meisten Fällen darf die Zusammenfassung nicht mehr als eine halbe Seite umfassen. Häufig ist es ebenso sinnvoll, eine englische Übersetzung (im Falle einer deutschen Arbeit) der Zusammenfassung anzufertigen. Das englische Abstract kann so einem englischen Leser bei der Entscheidung helfen, ob es sich lohnt, die restliche Arbeit zu übersetzen. Eine vollständige Zusammenfassung fasst jedes Kapitel der Arbeit in einem oder zwei Sätzen zusammen. Sie enthält somit auch die Ergebnisse in kompakter Form.

Einleitung (engl. Introduction)

Die Einleitung kann in unterschiedliche Bestandteile aufgeteilt werden. Grundsätzlich dient sie dem Leser als:

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Auf einer bis zwei Seiten sollte anschließend dargestellt werden, was die Problemstellungen der Arbeit sind. Es bietet sich hier an, nicht nur konkret auf die Aufgabenstellung der Betreuer einzugehen, sondern darüber hinaus - mit Hinweis auf die recherchierte Literatur - grundliegende Probleme und Fragestellungen, die eventuell teilweise in der Arbeit behandelt werden sollen, anzusprechen. Dabei dient dieser Abschnitt als eine einfache Motivation, “warum” die Arbeit wissenschaftlich relevant sein könnte. Wichtig ist eine Abgrenzung davon, was bereits in der Literatur oder Implementierung besteht und was die eigenen Beiträge sind. Nicht nur aus Gründen des sauberen wissenschaftlichen Arbeitens und Zitierens, sondern auch zur klaren Darstellung gegenüber dem bewertenden Professor.

Theoretischer Hintergrund / Methodik

Umsetzung (Software / Hardware)

Ergebnisteil (engl. Results)

Im Ergebnisteil werden unter Verwendung von Abbildungen, Diagrammen und Tabellen die Ergebnisse der Arbeit präzise dargestellt. Die Darstellung der Ergebnisse muss in geeigneter Weise erfolgen (Fragen Sie im Zweifel Ihren Betreuer). Eine umfassende Interpretation und Bewertung der Ergebnisse ist in diesem Kapitel noch nicht gefragt und sollte erst im folgenden Kapitel erfolgen. Umfangreiche Darstellungen von Daten und Messwerten sollten so gut wie möglich grafisch aufbereitet werden. Zusätzliche, nicht zwingende Ergebnisse sollten in den Anhang der Arbeit verschoben und entsprechend referenziert werden. Alle Ergebnisse sollten hinsichtlich Ihrer Genauigkeit, Signifikanz und Rauscheigenschaften untersucht werden.

Evaluationskriterien / Messmetrik


Schlussfolgerung und künftige Arbeiten

Im vorletzten Kapitel der Arbeit werden die Ergebnisse unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten (methodische Suche nach neuen Erkenntnissen) interpretiert. Ziehen Sie Schlussfolgerungen aus Ihren Ergebnissen und erklären Sie mögliche Zusammenhänge. Bewerten Sie Ihr Ergebnis anhand von Vergleichswerten und anderen objektiven Kriterien. Erläutern Sie den durch Ihr Ergebnis erreichten Beitrag zum aktuellen Themenfeld.

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Dieses Kapitel schreiben sie nur, wenn sie wirklich ein konkretes Konzept für eine weitere Arbeit haben, oder beiseite gelegte Ansätze weiterverfolgen wollen. In der Regel stoßen Sie während der Arbeit auf viele Abzweigungsmöglichkeiten und alternative Ansätze. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass sie sich für eine Auswahl entscheiden müssen und warum manche Ansätze nicht favorisiert wurden.

Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis werden alle im Text verwendeten Quellen angegeben. Grundsätzlich wird eine Quelle im Fließtext der Arbeit mit einer Zahl in eckigen Klammern zitiert. Dabei erfolgt die Nummerierung entsprechend der ersten Verwendung im Text. Die Formatierung der Quelle im Literaturverzeichnis erfolgt dabei nach den Richtlinien des IEEE. (IEEE Citation Reference und IEEE Citation Style @google oder beim Lehrstuhl nachfragen). Bei der Formatierung von Namen, Titeln, Konferenztiteln und Adressen sind sowohl Reihenfolge, korrekte Schreibweise sowie Vollständigkeit zu prüfen. Bei Verwendung von Programmen zur Literaturverwaltung besteht keine Garantie, dass die dort exportierten Zitate den Richtlinien entsprechen. Überprüfen Sie daher jede Quelle manuell. Ein korrekter Eintrag besteht in seiner Basis aus:

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  • Die Angabe von ISBN Nummern bei Büchern ist nicht notwendig.
  • Eine konsistente Schreibweise hinsichtlich Groß-/Kleinschreibung und der Verwendung von Abkürzungen ist zu kontrollieren.
  • Jeder Eintrag des Literaturverzeichnisses endet mit einem Punkt.
  • Geistiges Allgemeingut wie Formelsammlungen, Logarithmentafeln, u.ä. müssen nicht unbedingt zitiert werden. Es sollte ein Kompromiss zwischen sorgfältiger Angabe von Quellen und dem Gebot der Übersichtlichkeit gefunden werden.
  • Wenn möglich, sollte immer die Primärquelle zitiert werden. Eine Überprüfung der originalen Publikation bei Entnahme der Quelle aus einer sekundären Literatur ist immer empfehlenswert.
  • Fremdsprachige Titel werden im Allgemeinen nicht übersetzt. Im Falle von asiatischer oder kyrillischer Schrift kann der übersetzte Titel in eckigen Klammern angegeben werden.


Umfang der Arbeit

Den Umfang einer Ausarbeitung in Seitenzahlen anzugeben, ist im Hinblick auf die Qualität der Arbeit

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Um dies zu umgehen, besteht die Möglichkeit, dass Sie Dropbox o.ä. Dienste verwenden, die speziell auf die Verwaltung von binären Dateien optimiert sind. Am Lehrstuhl steht dafür eine Installation von Seafile https://deepsea.ldv.ei.tum.de zur Verfügung, auf die Ihr Betreuer Ihnen Zugriff gewähren kann. Es empfiehlt sich, regelmäßig alle Änderungen in die Versionsverwaltung einzupflegen (commit, push), sodass Sie Ihren Betreuer immer über Ihren aktuellen Fortschritt informieren können.

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In den folgenden Absätzen wird auf die wichtigsten Fragen bezüglich Ihres Abschlussvortrages eingegangen. Generell muss bei einer Bachelorarbeit ein Vortrag mit einer Dauer von 15 Minuten gehalten werden. Bei Masterarbeiten werden die Ergebnisse in einem 20-minütigen Vortrag dargestellt. Eine Ingenieurpraxis wird mit einem Kurzvortrag (maximal 5 Minuten) abgeschlossen. Das generelle Format des Vortrags ist eine Präsentation mit Projektor und anschließender moderierter Frage- und Diskussionsrunde.


Termin des Abschlussseminars

Es liegt im eigenen Verantwortungsbereich, sich rechtzeitig mit dem Betreuer auf einen Vortragstermin zu einigen. Häufig haben Sie als Studierender eine Deadline, welche Sie im Rahmen Ihres Studienfortschritts einhalten müssen (z.B. Anmeldung für den Master). Diese Termine kann Ihr Betreuer nur schlecht überblicken und ist daher auf Ihre Mithilfe bei der Planung Ihres Vortrags angewiesen. Da für den Vortrag die Anwesenheit von Prof. Diepold erforderlich ist, muss mit der Terminplanung rechtzeitig begonnen werden. Melden Sie sich daher mindestens vier Wochen vor Ihrer geplanten Abgabe oder einer möglichen Deadline bei Ihrem Betreuer und planen den Termin für den Abschlussvortrag.


Anforderungen an einen guten Vortrag

Ein guter Vortrag enthält einige Elemente, auf die im Folgenden eingegangen werden soll.

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Für den Aufbau des Vortrags gelten ähnliche Regeln, wie für die Ausarbeitung.Der Vortag sollte präsentieren, was die Problemstellung war und was bearbeitet wurde. Dies dient gleichzeitig oft als Motivation und Einstieg in das Thema. Natürlich sollten Sie hier keine übersichtliche Literaturrecherche präsentieren, sondern vielmehr Ihre Ergebnisse aus ebenselbiger auf kurze und prägnante Hauptstichpunkte kondensieren. Hier gilt auch wieder, dass klar herausgehoben werden muss, was der aktuelle Stand der Technik ist und was Ihre Beiträge sind. Sollte es sich bei Ihrer Arbeit um eine reine Implementierung handeln, so liegt der Beitrag beispielsweise in der Validierung der Ergebnisse oder Performancemessung der Implementierung. Auch hier gilt: ein „negatives" Ergebnis ist auch ein Ergebnis. Datenmanipulationen und Auslassungen sind nicht wissenschaftlich und verboten.

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Nach der Präsentation der Problemstellung und Ihres Beitrags, sowie Ihrer Vorgehensweise bei der Lösung des Problems, sollten sie auf die Auswertung der Ergebnisse eingehen und klar darstellen, worin dieses Ergebnis besteht. Ist es eine Implementierung, ein Algorithmus oder die Konstruktion von Hardware. Bei letzterem bietet sich eine live Demonstration an. Beachten Sie aber, dass diese auch Fallstricke beinhaltet, falls diese nicht funktioniert. Denken Sie dann immer daran, noch ein vorbereitetes Video als Notlösung bereit zu halten.

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Hier gilt noch mehr als in der Ausarbeitung, dass Grafiken, Bilder und Diagramme für das Publikum interessanter sind. Natürlich sollten diese so gestaltet sein, dass sie gut lesbar und leicht verständlich sind. Ihr gesamter Vortrag sollte ergebnisorientiert gestaltet sein. Das heißt, dass Sie nur Resultate und grundsätzliche Vorgehensweisen präsentieren. Eventuelle langwierige Debugging-Nächte oder andere „Leidensgeschichten" haben in einem guten Vortrag keinen Platz.

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Die Präsentationsfolien dürfen mit einem Programm Ihrer Wahl erstellt werden (z.B. Powerpoint, LATEX, LibreOffice Impress, und andere). Rufen Sie sich jedoch bei der Wahl des Programms und des Folienmasters in der Erinnerung, dass Sie einen Vortrag zu einem (hoffentlich) wissenschaftlichen Thema vorbereiten und daher eine gewisse Ernsthaftigkeit gefragt ist. Das Programm Prezi birgt zum Beispiel bei falscher Verwendung die Gefahr, einen zu „verspielten" Eindruck zu hinterlassen. Denken Sie daran, dass die Folien Ihren Vortrag unterstützen sollen und nicht ersetzen (zu viel Text auf der Folie). Eine Daumenregel besagt, dass mehr als 13 Zeilen Text inkl. der Überschrift auf einer Folie von den Zuhörern nicht mehr erfasst werden können. Verwenden Sie Einrückungen und Farben um textlastige Folien zu gliedern.

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Sie müssen keine Handouts für Ihren Vortrag vorbereiten. Folien sind zwei bis drei Tage vorher beim Betreuer abzugeben und es ist ein Probevortrag zu halten. Probieren Sie am Präsentationstag eine halbe Stunde vor Beginn nochmals den Projektor und Ihren Laptop im entsprechenden Seminarraum aus. Wenn Sie keinen eigenen Präsentationslaptop besitzen, sprechen Sie dies rechtzeitig mit dem Seminarleiter oder Ihrem Betreuer ab, damit ein Ersatz bereitgestellt werden kann. Gleiches gilt, falls Sie im Rahmen einer Multimediapräsentation Lautsprecher oder ähnliches benötigen.


Abschließende Tipps rund um den Vortrag:

  • Nervosität zu Beginn des Vortrags ist jedem bekannt und nur schwer in den Griff zu bekommen. Daher empfiehlt es sich, den Text der ersten beiden Folien auszuformulieren und auswendig zu lernen. Damit sichern Sie sich einen flüssigen Start (Der erste Eindruck zählt bekanntlich am meisten!).
  • Ein Vortrag ist schlecht, wenn nur abgelesen wird, was auf den Folien steht.
  • Verwenden Sie beide Hände, um den Laserpointer oder Zeigestock ruhig zu führen.
  • Beim Üben des Vortrags ist es wichtig, dass Sie diesen laut und deutlich sprechen. Das „leise vor sich hin Murmeln“ des Vortrags vor dem Laptop zuhause ist keine adäquate Vorbereitung Ihres Abschlussvortrags. Nur beim lauten Üben kann eine realistische Vortragszeit ermittelt werden. Es gilt: Denken braucht weniger Zeit als Reden.

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