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In Analogie zu "Hardware in the Loop", bei der meist eine reale Hardwarekomponente in Kombination mit einem virtuellen Modell getestet wird, könnte in diesem Zusammenhang auch von "Men in the Loop" gesprochen werden. Dennoch soll nachfolgend der Begriff Menschintegrierte Simulation verwendet werden. Mit Fokus auf die Logistik erlaubt dieser Ansatz die Analyse virtueller Materialflusssysteme in Kombination mit der realen Komponente Mensch. Der Mensch selbst ist über geeignete Interaktionsmechanismen in die Simulation integriert und beeinflusst so das Verhalten der Simulation aktiv und kann dabei das Materialflusssystem wirklichkeitsnah analysieren und bewerten. Der Begriff kann in Hinblick auf die Materialflussplanung definiert werden als Echtzeitsimulation mittels Virtual Reality, die die reale Komponente Mensch in eine virtuelle Materialflussumgebung integriert und diese für ihn intuitiv erlebbar macht, wobei der Mensch die Simulation aktiv beeinflusst und die virtuelle Umgebung zum Zwecke der Planung wirklichkeitsnah analysieren und bewerten kann.


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einsatzfelder und Zielgruppen in der Materialflussplanung
  • 2 Einsatzfelder
  • 3 Zielgruppen
  • 4 Quellen


Einsatzfelder und Zielgruppen in der Materialflussplanung

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Die Einsatzfelder der Menschintegrierten Simulation können sich beginnend bei der Grobplanung über alle Phasen/Tätigkeiten einer Planung erstrecken und zusätzlich um weitere Einsatzfelder aus dem Unternehmensfeld ergänzt werden. Grundsätzlich eignet sie sich dabei für alle Planungsgegenstände, in denen der Mensch eine zentrale Rolle einnimmt und die nicht eindeutig deterministisch bestimmt sind, so z.B. die manuelle Kommissionierung. Planungsunsicherheiten verursacht durch den Faktor Mensch können mittels der MI-Simulation minimiert werden. Der Einsatz der MI-Simulation hängt wesentlich davon ab, mit welchen menschverursachten Unsicherheiten/Ungenauigkeiten zu rechnen ist. Signifikante Vorteile der MI-Simulation liegen in der Möglichkeit zur Untersuchung •

real (noch) nicht existenter Systeme, •

real existierender Systeme ohne direkten Betriebseingriff, •

mehrere Gestaltungsvarianten bei geringem Arbeitsaufwand und •

des Systemverhaltens unter Einbeziehung der realen Komponente Mensch.

In folgenden Felder kann die MI-Simulation eingesetzt werden (siehe auch Abb. 1): • Prozessplanung •  

Prozessplanung 

Layout- und Variantenplanung • Variantenplanung 

Auswahl der Materialflussmittel und Dimensionierung des Materialflusssystems • Materialflusssystems 

Systemanalyse und Bewertung von Systemvarianten • Systemvarianten 

Unterstützung der Materialflusssimulation •  

Schulung und Training • Training 

Absatzförderung und Außendarstellung • Außendarstellung 

Dokumentation und interdisziplinäre Kommunikation

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Der MI-Simulationsansatz repräsentiert eine neuartige Schnittstelle zum Anwender, die es ihm ermöglicht, u. a. Abläufe der Logistik realitätsnah zu untersuchen. Es gilt nachfolgend die Zielgruppen der Menschintegrierten Simulation in Analogie zur VDI-Richtlinie 3633 zu definieren [1]. Die aufgeführten Zielgruppen berücksichtigen die involvierten Funktionseinheiten eines Unternehmens, wobei eine Gruppe auch aus einer Einzelperson bestehen und eine Person durchaus mehrere Funktionen in verschiedenen Gruppen ausüben kann. Als Zielgruppen der MI-Simulation können folgende Personen angesehen werden:

  • Simulationsexperten
  • Planung
  • Management
  • Technischer Einkauf
  • Werkstechnik und -betrieb
  • Produktion und Logistik
  • Vertrieb und Marketing
  • Kunde
  • Öffentlichkeit


Quellen

[1] VDI : VDI 3633 Blatt 11, Simulation und Visualisierung, 2003.

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