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Korngrößenanalyse, engl.: particle size analysis

Die Korngrößenanalyse wird eingesetzt, um die Größe von Partikeln einer Schüttgutprobe zu bestimmen. Die Auswahl einer geeigneten Methode zur Bestimmung der Korngröße richtet sich nach der Beschaffenheit des zu untersuchenden Schüttgutes.


  • Einzelne sehr große Partikel werden meist von Hand vermessen.
  • Schüttgüter, deren Korngröße in einem Bereich von 0,06 mm bis ca. 15 cm liegt, werden meist einer Siebanalyse unterzogen.

Hierzu wird eine Abfolge von nach unten immer feiner werdenden Sieben aufeinandergesetzt und die zu analysierende Probe in das oberste Sieb eingefüllt. Der Siebturm wird anschließend zusammengespannt und in eine mechanische Rüttelmaschine eingesetzt. Durch die Vibration fallen die Partikel bis zu einem ihrer Größe entsprechenden Siebeinsatz mit definierter Maschenweite nach unten. Nach einer gewissen Zeit wird die Schüttgutprobe so in dieeinzelnen Kornklassen getrennt. Um die Korngrößenverteilung zu ermitteln, wird der Inhalt der einzelnen Siebeinsätze gewogen und das Ergebnis in einer Tabelle eingetragen oder graphisch in einem Diagramm dargestellt.


  • Bei sehr feinen Partikeln (< 0,06 mm) werden meist Schlämmverfahren eingesetzt, bei denen man die Probe in Wasser löst und den Absetzvorgang der Partikel beobachtet. Durch das je nach Korngröße unterschiedlich schnelle Absinken der Feinteile verändert sich mit der Zeit die Verteilung der Korngröße und damit auch die Verteilung der Dichte in der Suspension. Durch eine regelmäßige Bestimmung der Dichte der Lösung (z.B. mit einem Aräometer oder einer Sedimentwaage) kann die Korngröße bestimmt werden.

Moderne Analysegeräte messen die Streuung von Laserlicht an den Partikeln, die in Abhängigkeit von der Dichte des Mediums bzw. der Partikelgröße variiert.



Abb. 1: Beispiel einer Siebanalyse

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